
Ob Viagra, Brustvergrößerung, Verlängerung anderer Extremitäten, Bilder der entkleideten Nachbarin, das auf uns wartende Millionenerbe in Nigeria und als aktuelles Highlight die parapsychologischen Anfragen aus dem letzten Leben – die Liste der offerierten Dienstleistungen und Produkte ist immens. Die Medienkompetenz nimmt angesichts TV-Warnungen glücklicherweise auch bei Otto-Normalverbrauchern zu, somit haben die Spam-Versender dazugelernt und neben den Newslettern das Format Blog für sich entdeckt.
Schon im Oktober des vergangenen Jahres kategorisierte das Magazin “Wired” Spam-Blogs als “Geißel der Blogosphäre”. Glaubt man einer Studie der University of Maryland, sind 56 Prozent der englischsprachigen Blogs zu Spam-Zwecken eingerichtet worden. Allein der von Google betriebene Hosting-Service Blogger.com soll Ende des vergangenen Jahres rund 100.000 der sogenannten Splogs eine Plattform geliefert haben. Das Problem: Wenn eine an sich sinnvolle Form der Inhaltsdistribution, salopp formuliert, vollgemüllt wird, verliert das Medium an sich an Wert.
Doch Lösungsansätze gibt es wenige: Im Micro Persuasion Blog fordert Steve Rubel beispielsweise eine Art Wartezeit für die Anmeldung bei Diensten wie AdSense, um die Legitimität der Content-Partner zu prüfen.
Sicherlich ein guter Ansatz, der angesichts der erforderlichen personellen Kapazitäten mutmaßlich nicht durchzusetzen ist. Andererseits ist die Frage, ob der Klick auf eine Adsense-Anzeige aus einer Spam-Seite heraus den Surfer zum qualifizierten Besucher macht. Theoretisch würde ich als Werbekunde meine Adsense-Blöcke ungern auf Splogs platziert wissen, hier könnten Google & Co unter Umständen in Zugzwang geraten.
Via PR Blogger, Basic Thinking
» Bildquelle: sxc.hu




Man liest ja viel im Internet.. ich habe mal aufgenommen das Klicks auf sogenannten Spam-Seiten öfters zu gewinnbringenden Aktionen führen als von Qualitätsseiten.
Kommentar by Michael Schöffler — 28. August 2006 @ 14:33
hast dazu nen link? würde mich interessieren.
Kommentar by Björn Hornemann — 28. August 2006 @ 14:49
Du hast die Studie der University of Maryland nicht zufällig irgendwo gespeichert? Ich kann den Link auf deren Seite nämlich gerade nicht finde. Naja, vielleicht ist es auch einfach schon zu spät.
Kommentar by Splog — 20. März 2007 @ 23:40
hi,
der ursprüngliche link bietet nicht mehr viel, aber in der kategorie lässt sich einiges finden :)
http://ebiquity.umbc.edu/blogger/category/web/blogging/splog/
Kommentar by Björn Hornemann — 23. März 2007 @ 14:55